Muttertag 2016 – Frauen und Mütter auf der Flucht

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Weibliche Flüchtlinge

Sie haben Gewalt, Ausbeutung und sexuelle Belästigung erlebt – auch in Europa

Viele Frauen und Mädchen werden während der Flucht Opfer von Gewalt, Ausbeutung und sexueller Belästigung.

„Nachdem sie die Schrecken des Krieges in Syrien und im Irak erlebten, haben diese Frauen alles riskiert, um für sich und ihre Kinder Sicherheit zu finden“, sagt die Amnesty-Mitarbeiterin Tirana Hassan. Stattdessen seien sie „erneut Gewalt und Ausbeutung ausgesetzt, mit wenig Unterstützung oder Schutz“. (Quelle: Spiegel.de)

Etwa ein Drittel der in den vergangenen Monaten eingereisten Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. Diese fliehen nicht nur vor frauenfeindlicher Gewalt im Heimatland, sondern sind auch während ihrer Flucht und in Asylunterkünften überdurchschnittlich häufig Übergriffen ausgesetzt.

„Mutternacht“: Fokus auf flüchtende Frauen

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Die Plattform „Mutternacht“ legt in diesem Jahr den Fokus auf flüchtende Frauen und Mädchen, um auf die Situation von schwangeren Flüchtlingen, aber auch auf deren sexuelle Selbstbestimmung aufmerksam zu machen.

Anlässlich des Muttertags findet seit 2011 auch die „Mutternacht“ statt. Organisiert wird diese durch eine gleichnamige Plattform, bestehend aus Parlamentsparteien und NGOs, unter anderen der Katholischen Frauenbewegung Österreich, der Evangelischen Frauenarbeit, CARE und dem Samariterbund. Mit der „Mutternacht“ will die Plattform vor allem Bewusstsein für die Situation von schwangeren Frauen in Entwicklungsländern schaffen.

Unterstützung für Schwangere auf der Flucht

„Frauen und Mütter auf der Flucht“ stehen dieses Jahr im Zentrum. „Weibliche Flüchtlinge, die bei uns ankommen, sind doppelt so häufig schwanger wie Österreicherinnen in derselben Altersgruppe und dies leider oft aufgrund von sexueller Gewalt und unerwünschten Schwangerschaften“, so SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, Petra Bayr laut einer Presseaussendung der Plattform.

Weiterführender Link (der Text wurde diesem Artikel entnommen): http://religion.orf.at/stories/2771908/

Amnesty-Report: Weibliche Flüchtlinge berichten von sexueller Belästigung

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Amnesty International hat Dutzende Frauen und Mädchen nach ihrer Flucht aus Syrien und dem Irak befragt. Das Ergebnis: Sie haben Gewalt, Ausbeutung und sexuelle Belästigung erlebt – auch in Europa.

Amnesty International kritisiert Regierungen und Hilfsorganisationen in Europa. Der Vorwurf: Versagen beim Schutz von weiblichen Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak. Das geht aus einem Amnesty-Bericht hervor, für den die Menschenrechtsorganisation eigenen Angaben zufolge 40 weibliche Flüchtlinge in Nordeuropa befragt hat. (weiterlesen: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/amnesty-international-weibliche-fluechtlinge-werden-in-europa-sexuell-belaestigt-a-1072518.html)

Wichtige und zu unterstützende Einrichtungen: Mutter-Kind-Häuser, die Mädchen und junge Frauen mit und ohne Fluchthintergrund mit ihren Kindern ein Zuhause bieten

Condrobs e.V. München ist so eine Einrichtung.

„ Die Frauen, die bei uns – schwanger oder bereits mit Kind – einziehen, haben meist viele traumatisierende Erlebnisse hinter sich. Wir möchten ihnen in unserem Haus den (Schutz-)Raum geben, in dem sie sich wohl fühlen können und den sie benötigen, um später ein zufriedenes, selbstbestimmtes Leben mit ihrem Kind führen zu können. “ – Nicola Pengler, Einrichtungsleiterin

Die Einrichtung von  Condrobs e.V. München für minderjährige Schwangere und Mütter mit Kindern unter sechs Jahren stellt ein Novum in der Landschaft der Hilfeeinrichtungen und ein Modellprojekt der Integration dar. (weiterlesen: http://www.condrobs.de/einrichtungen/muenchen/mutter-kind-haus/)

 

 

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  1. Ich fände es ganz wichtig zu wissen, durch wen die Gewalt, Ausbeutung und sexuelle Belästigung auf der Flucht und innerhalb Europas passiert. Sind es flüchtenden Männer? Europäische Männer? Beides? Zu welchen Anteilen? (ich gehe davon aus dass es Männer sind..)

    1. Es gibt etliche Links und Artikel, auch hier in diesem Artikel, wo man etliches darüber erfährt. Frauen und Kinder sind auf der Flucht und im Krieg immer die Opfer von Gewalt, Ausbeutung und Vergewaltigungen, überall auf der Welt und zu jeder Zeit der Menschheitsgeschichte. Und natürlich sind und waren die Täter Männer.

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