Zum Totensonntag 2016 – Größen, die dieses Jahr von uns gegangen sind

Totensonntag

Am Totensonntag widmen wir uns den in diesem Jahr verstorbenen Größen aus Sport, Film, Politik, Pop und öffentlichem Leben.

Pierre Boulez

Foto: Von Joost Evers / Anefo – Nationaal Archief, CC BY-SA 3.0

Pierre Boulez war einer der bekanntesten zeitgenössischen Komponisten der Welt und genoss als Orchesterleiter hohes Ansehen.

„Boulez verstand sich in erster Linie als Komponist, wurde aber auch für seine Interpretationskunst und seine präzisen Orchestrierungen gerühmt. Zudem war Boulez Kulturmanager, Musikphilosoph, international gefragter Lehrer und Gründer des Pariser Forschungsinstituts für Akustik/Musik IRCAM. Sein Repertoire reichte von klassischer über mikrotonale Musik mit Computer bis hin zu Konzerten mit Bruce Springsteen oder Frank Zappa.

Der Sohn eines Stahlfabrikanten aus Montbrison entwickelte die Zwölftontechnik von Arnold Schönberg zur sogenannten seriellen Musik weiter, einer Strömung der Neuen Musik, die auf Zahlen- oder Proportionsreihen aufbaut. Seine in den 1950er Jahren rigide konstruierte Musik war umstritten.
Die Modernität seiner Kompositionen wie Notations oder Le marteau sans maître wurde häufig als atonal, chaotisch und ungeordnet empfunden.
Boulez‘ Weltkarriere führte ihn vom Sinfonieorchester des damaligen Südwestfunks in Baden-Baden über das BBC Symphonic Orchestra in London bis hin zum New York Philharmonic Orchestra. Er wurde mit zahlreichen internationalen Auszeichnungen geehrt.“

http://www.zeit.de/kultur/musik/2016-01/pierre-boulez-tot-dirigent-komponist

Pierre Boulez lebte seit Anfang der 1960er Jahre im baden-württembergischen Baden-Baden, wo er 2016 im Alter von 90 Jahren starb.[2] Die Stadt verlieh ihm 2004 die Goldene Ehrenmedaille und 2015 die Ehrenbürgerschaft. Boulez wurde am 13. Januar 2016 auf dem Hauptfriedhof Baden-Baden beigesetzt.[3] Eine offizielle Trauerfeier fand unter Anwesenheit des französischen Premierministers Manuel Valls und zahlreicher Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens Frankreichs am Folgetag in der Kirche Saint-Sulpice in Paris statt.[4]

Musik

Neben Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono gehörte Pierre Boulez ab Mitte der 1950er Jahre zu den herausragenden Vertretern der musikalischen Avantgarde, speziell der seriellen Musik. In seinen Kompositionen verband Boulez Rationalität und Logik mit den poetischen Traditionen der französischen Musik, insbesondere des Impressionismus. Seine erste Schaffensphase war von einer äußerst kritischen Einstellung zum eigenen Werk wie zu den Kompositionen anderer geprägt. So störte er mehrfach mit Gleichgesinnten Aufführungen konservativerer Kollegen und zog zahlreiche Frühwerke wieder zurück. Aber auch später überarbeitete er seine älteren Werke immer wieder, so dass sie kaum endgültige Form erreichten, sondern immer nur Stufen eines kompositorischen Entwicklungsprozesses darstellten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Pierre_Boulez

Pierre Boulez (2004)

David Bowie

David_Bowie_Diamond_Dogs_Tour_1974 David Bowie bei der Diamond-Dogs-Tour

05 July 1974 – Charlotte Park Centre (Bildquelle: Von Hunter Desportes)

„Er war einer der wandlungsfähigsten und erfolgreichsten Sänger der jüngeren Musikgeschichte. Am 10. Januar 2016 ist David Bowie im Alter von 69 Jahren an Krebs gestorben. Mit seinen Alben hat der exzentrische Ausnahmekünstler gleich mehrmals die Popmusik neu erfunden. Als Bühnenfigur Ziggy Stardust hatte er in den 1970er-Jahren seinen Durchbruch. Oft spielte er mit Geschlechterklischees. Nur wenige Tage vor David Bowies Tod war sein letztes Album „Blackstar“ erschienen. Darauf ist mehrfach die Rede vom Tod. „

Quelle: http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

David Bowie, bürgerlich David Robert Jones (* 8. Januar 1947 in Brixton, London; † 10. Januar 2016 in New York),[1][2] war ein britischer Musiker, Sänger, Produzent, Schauspieler und Maler. Er gilt als Ausnahmekünstler, der im Laufe seiner mehr als 40-jährigen Karriere mit über 25 Platten dank seiner enormen Wandlungs- und Innovationsfähigkeit[3] einer der einflussreichsten Musiker der jüngeren Musikgeschichte war und gleichzeitig mit mehr als 140 Millionen verkauften Tonträgern auch kommerziell Maßstäbe setzte.[4] (Wikipedia)

Tod

Zusammen mit seiner Frau Iman und der gemeinsamen Tochter lebte David Bowie seit 1999 relativ zurückgezogen in zwei Penthouses in SoHo, 285 Lafayette Street, zwischen Prince Street und Houston Street.[23][24] Am 10. Januar 2016, zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag und der Veröffentlichung des Albums Blackstar, starb Bowie dort an Leberkrebs.[25] Der Öffentlichkeit hatte er die Erkrankung nicht mitgeteilt, die 18 Monate vor seinem Tod bei ihm diagnostiziert worden war.[26] Zahlreiche Fans legten in den folgenden Tagen Blumen und Kränze vor seiner letzten Wohnung nieder.[27]

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/David_Bowie

Alan Rickman

Alan_Rickman_after_Seminar_(3)Bildquelle: Von Marie-Lan Nguyen

Alan Rickman after the performance of Seminar at the John Golden Theater, November 11, 2011

„Was wären die „Harry Potter“-Verfilmungen ohne ihn gewesen? Alan Rickman war „Severus Snape“, finster und unergründlich blickender Professor für Zaubertränke in Hogwarts. Der profilierte britische Schauspieler starb am 14. Januar im Alter von 69 Jahren. Rickmann wirkte nicht nur in Filmen wie „Stirb langsam“, „Sinn und Sinnlichkeit“ oder „Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders“ mit, sondern war auch ein erfolgreicher Theaterschauspieler und -regisseur.“

Quelle: http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Alan Sidney Patrick Rickman (* 21. Februar 1946 in London; † 14. Januar 2016 ebenda)[1] war ein britischer Theater– und Filmschauspieler sowie Regisseur, insbesondere für das Theater.

Filmkarriere

Während er in britischen Filmen wie Sinn und Sinnlichkeit oder Wie verrückt und aus tiefstem Herzen insgesamt eher sanfte Charaktere verkörperte, stellte er in Hollywood-Produktionen häufig die Rolle des Bösewichts dar, wie beispielsweise Hans Gruber in Stirb langsam oder den Sheriff von Nottingham in Robin Hood – König der Diebe. Dass er auch komödiantisches Talent besaß, konnte er in Filmen wie Galaxy Quest – Planlos durchs Weltall, Dogma und Tatsächlich … Liebe unter Beweis stellen. Bei der Robin-Hood-Verfilmung fielen jedoch die entsprechenden Szenen mit ihm größtenteils dem Filmschnitt zum Opfer. 1995 betätigte sich Alan Rickman als Regisseur bei dem Theaterstück The Winter Guest, das am Londoner Almeida Theatre aufgeführt wurde. Bei der Verfilmung des Stückes 1996 mit Emma Thompson und deren Mutter Phyllida Law in den Hauptrollen führte er ebenfalls Regie. 1996 gewann er den Golden Globe als Darsteller in der HBO-Verfilmung Rasputin.

Ab 2001 übernahm Rickman die Darstellung des Severus Snape in den Verfilmungen der Harry-Potter-Romane. Er war die Wunschbesetzung der Autorin Joanne K. Rowling, mit der sich Rickman ausführlich über seine Figur unterhielt. Ihm war es wichtig, einen Hintergrund über die Entwicklung seiner Rolle zu erhalten, sonst hätte er die Figur nicht glaubhaft spielen können.

In der Romanverfilmung Per Anhalter durch die Galaxis lieh er 2005 in der Originalfassung dem Roboter Marvin seine Stimme. 2005 gehörte er zum Schauspielerensemble bei Tom Tykwers Großproduktion Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders, der Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Patrick Süskind. Mit Sigourney Weaver drehte er im selben Jahr den Film Der Geschmack von Schnee. Die Hauptrolle dafür wurde ihm von der Autorin Angela Pell auf den Leib geschrieben. 2007 verkörperte er den Richter Turpin in der Verfilmung des Musicals Sweeney Todd – Der teuflische Barbier aus der Fleet Street mit Johnny Depp und Helena Bonham Carter, mit denen er mehrfach zusammenarbeitete. Außerdem spielte er den Nobelpreisträger Eli Michaelson im Drama Nobel Son. 2008 übernahm er in Bottle Shock die Rolle des Steven Spurrier bei der Verfilmung der Ereignisse um die Weinjury von Paris.

2014 inszenierte er mit Die Gärtnerin von Versailles (A Little Chaos) seinen zweiten Spielfilm. In den Hauptrollen sind u. a. er selbst und Kate Winslet zu sehen.

Alan Rickman (2011)

Posthum wurde der Film Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln veröffentlicht, in dem er erneut die Raupe Absolem sprach.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alan_Rickman

Roger Willemsen

Roger_Willemsen_(15304234070)

„Der Bestsellerautor und frühere Fernsehmoderator Roger Willemsen starb am 7. Februar im Alter von 60 Jahren. Seine Fernsehkarriere hatte er beim Pay-TV-Sender „Premiere“ begonnen, wo er mehr als 600 Mal das Interview-Magazin „0137“ moderierte. Später wechselte er zum ZDF. Dort hatte er von 1994 bis 1998 seine eigene Talkshow „Willemsens Woche“. Zu einem seiner letzten Buchprojekte gehörte „Das Hohe Haus: Ein Jahr im Parlament“. Dafür beobachtete er ein Jahr lang von der Zuschauertribüne aus das Geschehen im Bundestag.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Roger Willemsen (* 15. August 1955 in Bonn; † 7. Februar 2016 in Wentorf bei Hamburg) war ein deutscher Publizist und Fernsehmoderator.

Soziales Engagement

Roger Willemsen war in zahlreichen Hilfsorganisationen tätig, z. B. bei Amnesty International[15] und Terre des Femmes.[16] Zugleich arbeitete er als Botschafter der von CARE International und UN-Flüchtlingshilfe gemeinsam verwirklichten Afghanistan-Kampagne Helfen steckt an.[17] Seit dem Frühjahr 2006 war er Schirmherr[18] des Afghanischen Frauenvereins e. V., der seinen Sitz in Deutschland hat und für den er sich persönlich sehr engagierte. 2006 erschien sein Buch Hier spricht Guantánamo, für das er ehemalige Guantanamo-Häftlinge über ihre Haftumstände interviewte. Willemsen unterstützte die Aktion Deine Stimme gegen Armut,[19] war Pate des Kinderhospizes Bethel für sterbende Kinder[20] und Mitglied der globalisierungskritischen Vereinigung Attac.

https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Willemsen

Privates

Roger Willemsen war nicht verheiratet und hatte keine Kinder.[21][22]

Am 18. August 2015 wurde bekannt, dass Willemsen an Krebs erkrankt war.[23] Er starb am 7. Februar 2016 im Alter von 60 Jahren in seinem Haus in Wentorf bei Hamburg an den Folgen der Krankheit. Seine letzte Ruhestätte fand er am 22. Februar 2016[24] auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg (AE17-24-26 / westl. von Kap. 7). Die große Fritz-Schumacher-Halle des Friedhofs war mit Frühlingsblumen geschmückt worden. Auf Wunsch von Roger Willemsen durfte sich jeder der Trauergäste eines der über 300 Ranunkel-Töpfchen mitnehmen.[25] Das waren seine Lieblingsblumen.

Bepflanzung auf dem Grab von Roger Willemsen, Sept. 2016

Umberto Eco

Umberto Eco (1984)

„Sein Roman „Der Name der Rose“ machte ihn weltberühmt. Am 19. Februar starb der italienische Schriftsteller, Philosoph und Wissenschaftler Umberto Eco mit 84 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung. Weitere bekannte Bücher von Eco sind „Das Foucaultsche Pendel“, „Baudolino“ und „Der Friedhof in Prag“. Bis 2007 war er Professor für Semiotik an der Universität Bologna. In vielen Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln kritisierte er heftig die Politik des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Umberto Eco (* 5. Januar1932 in Alessandria, Piemont; † 19. Februar2016[1] in Mailand, Lombardei) war ein italienischerSchriftsteller, Kolumnist, Philosoph, Medienwissenschaftler und wohl der bekannteste zeitgenössische Semiotiker. Durch seine Romane, allen voran Der Name der Rose, wurde er weltberühmt.

Persönliches

Von 1962 bis zu seinem Tod war Eco mit der gebürtigen Deutschen Renate Ramge, einer in Frankfurt am Main geborenen Expertin für Museums- und Kunstdidaktik, verheiratet. Sie bekamen einen Sohn und eine Tochter.

Umberto Eco starb am späten Abend des 19. Februar 2016 im Alter von 84 Jahren in seiner Mailänder Wohnung an den Folgen einer Krebserkrankung.[8][9][10]

https://de.wikipedia.org/wiki/Umberto_Eco

Peter Lustig

Foto von Jano Rohleder – CC BY-SA 2.0

„Er war ein Held des deutschen Kinderfernsehens: Peter Lustig moderierte die Sendung „Löwenzahn“. Generationen von Kindern und Eltern verfolgten die Serie, die Umweltthemen für Kinder verständlich machte. Zweimal gewann er den Grimme-Preis. Im Jahre 2007 wurde er außerdem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Vor seiner Moderatorenkarriere hatte Lustig eine Ausbildung zum Rundfunktechniker absolviert und Elektrotechnik studiert. Im Alter von 78 Jahren starb er am 23. Februar.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Peter Fritz Willi Lustig (* 27. Oktober1937 in Breslau, Schlesien[1]; † 23. Februar2016 bei Husum)[2][3] war ein deutscherFernsehmoderator und Kinderbuchautor. Bekannt wurde er vor allem als Hauptdarsteller und Autor der ZDF-Kinderserie Löwenzahn sowie dessen Ableger mittendrin.

Privates

Peter Lustig gehörte in den 1980er Jahren der Neo-Sannyas-Bewegung an, bis deren Gründer Osho 1990 verstarb.[12][13] In zweiter Ehe war er mit Elfie Donnelly (Autorin u. a. von Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen) verheiratet, die ebenfalls Schülerin Oshos wurde[14] und mit der er einen Sohn (Momme Pavi) hatte. Donnelly schrieb das Kinderbuch Peters Flucht über die Flucht des achtjährigen Peter aus Breslau.[15]

Mehr als zehn Jahre wohnte Peter Lustig mit seiner Frau Astrid Berge in Bohmstedt auf dem Fresenhof in der Nähe von Husum. 2014 zogen sie nach Berlin.[16]

Peter Lustig verstarb am 23. Februar 2016 an multiplem Organversagen im Kreise seiner Familie.[2] Er hinterließ vier Kinder.[17][18] Er wurde im engsten Familienkreis seebestattet.[19][20]

https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Lustig

Roger Cicero

Foto: © Jörgens.mi / CC BY-SA 3.0

„Roger Cicero starb am 24. März überraschend im Alter von nur 45 Jahren an einem Hirninfarkt, ebenso wie sein Vater, der rumänische Jazzpianist Eugen Cicero. 2006 wurde Cicero durch sein Soloalbum „Männersachen“ bekannt. Sein Musikstil: eine Verbindung von Swing, Jazz und Pop. 2007 vertrat Roger Cicero Deutschland beim Eurovision Song Contest mit seinem Lied „Frauen regier’n die Welt“.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Gesellschaftliches Engagement

Roger Cicero engagierte sich für die Kinderhilfsorganisation Save the Children, vor allem für die Projekte der Organisation in Rumänien, der Heimat seines Vaters Eugen Cicero. Zugunsten der Organisation versteigerte er im April 2008 sein Auto bei eBay. Das Saab 9-3 Cabrio von 2006 erzielte einen Preis von 21.161 Euro.[21]

Beim Konzert zu Ehren des Dalai Lama im August 2009 in Frankfurt gehörte er zu den teilnehmenden Künstlern und äußerte, sich dem Buddhismus verbunden zu fühlen.[22]

Für die Tierschutzorganisation PETA engagierte er sich gegen das Tragen von Pelzen.[23]

Foto von Udo Grimberg, Lizenz: Creative Commons by-sa-3.0 de, CC BY-SA 3.0 de

https://de.wikipedia.org/wiki/Roger_Cicero

Hans-Dietrich Genscher

Foto: Gge – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

„Der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher starb in der Nacht zum 1. April im Alter von 89 Jahren. Nicht so bekannt ist, dass der für seine gelben Pullunder bekannte FDP-Politiker von 1969 bis 1974 Innenminister war. 1982 vollzog Genscher mit seiner Partei die Wende von der sozialliberalen Koalition mit der SPD zu einem Regierungsbündnis mit der Union. Sein berühmtester Satz dürfte der Beginn seiner unvollendeten Ansprache an ausreisewillige DDR-Bürger im September 1989 auf dem Balkon der Prager Botschaft sein: „Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise … “ – der Rest wurde vom Jubel der Menschen übertönt.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Privates

Hans-Dietrich Genscher war protestantischer Christ, der durch zahlreiche Begegnungen auch ein persönliches Verhältnis zu Papst Johannes Paul II. entwickelte.[19] Von 1958 bis 1966 war er mit Luise Schweitzer verheiratet. Aus dieser Ehe ging die Tochter Martina hervor, die mit Reinhardt Zudrop verheiratet ist. Seit Oktober 1969 war Genscher mit seiner früheren Sekretärin Barbara, geb. Schmidt, verheiratet. Er lebte seit 1977 im Ortsteil Pech der Gemeinde Wachtberg, wo er in seinem Haus im Alter von 89 Jahren an Herz-Kreislauf-Versagen starb.[20] Am 17. April 2016 wurde Genscher mit einem Staatsakt im ehemaligen Plenarsaal des Bonner Bundestages, jetzt Bestandteil des World Conference Center Bonn, geehrt.[21] Nach einem Trauergottesdienst in der Gnadenkirche zu Pech fand die Beisetzung auf dem Rheinhöhenfriedhof in Wachtberg-Ließem statt.[22][23]

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans-Dietrich_Genscher

Prince

Foto: Von Nicolas Genin / CC BY-SA 2.0

„Auch Prince starb in diesem Jahr: Am 21. April wurde der Sänger in seinem Studio in Minnesota tot aufgefunden. Eine Autopsie ergab, dass er an einer unbeabsichtigten Überdosis Schmerzmitteln gestorben war. Viele Fans des Stars trauerten auch Monate danach noch, trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Ich vermisse Prince immer noch“, tauschten Fotos aus und suchten Trost in den vielen Konzertvideos.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Nach Prince’ Tod

Unmittelbar nach Prince’ Tod am 21. April 2016 äußerten sich viele Prominente über den Musiker, beispielsweise sagte Barack Obama: „Heute haben wir eine kreative Ikone verloren. Wenige Künstler haben den Sound und die Richtung der Popmusik so deutlich beeinflusst und so viele Leute mit ihrer Kunst berührt. Er war ein virtuoser Instrumentalist, ein brillanter Bandleader und ein elektrisierender Bühnenkünstler.“ Mick Jagger bezeichnete Prince’ Talent als „grenzenlos. Er war einer der einzigartigsten und spannendsten Künstler der letzten 30 Jahre.“ Aretha Franklin meinte, er sei ein „einzigartiges Original“ gewesen und Paul McCartney lobte Prince’ „großartigen Funk“. Madonna schrieb bei Instagram, Prince habe die Welt verändert und sei ein wahrer Visionär gewesen. Elton John meldete sich ebenfalls bei Instagram und meinte: „Der beste Künstler, den ich je gesehen habe. Ein wahres Genie. Musikalisch jedem von uns weit voraus.“[266][267]

Die National Academy of Recording Arts and Sciences, die jedes Jahr die Grammy Awards verleiht, schrieb: „Niemals konformistisch hat er unsere musikalische Landschaft neu definiert und für immer verändert. Prince war ein Original, das so viele beeinflusst hat, und sein Erbe wird für immer fortleben.“ Er sei einer der begabtesten Künstler aller Zeiten gewesen.[266]

Kurz nach Prince’ Tod kam es in vielen Ländern zum Wiedereinstieg älterer Alben und Songs des Musikers in den internationalen Hitparaden; beispielsweise konnten sich in Deutschland sieben Alben und vier Singles postum in den Top-100 platzieren. In den USA wurden vom 21. April bis zum 28. April 2016 insgesamt 4,41 Millionen Prince-Alben verkauft[268] und im Mai 2016 stellte Prince postum einen neuen Rekord auf; innerhalb einer Woche waren 19 seiner Alben gleichzeitig in den Billboard 200 vertreten, was zuvor keinem Künstler gelang.[269] Zudem waren 5 seiner Alben in den Top-Ten zu finden, was zuvor ebenfalls noch kein Künstler schaffte.[270] Vor Prince hielten The Beatles im Jahr 2004 mit 13 Alben gleichzeitig in den Top-200 den Rekord. Im Oktober 2016 wurde Prince mit Einnahmen von 25 Millionen US-Dollar auf Platz 5 der „Liste der bestbezahlten toten Prominenten“ vom WirtschaftsmagazinForbes geführt.[271] Am 13. Oktober 2016 fand in Saint Paul (US-Bundesstaat Minnesota) im Xcel Energy Center ein Tribute-Abend zu Ehren des Musikers statt, an dem unter anderem Ana Moura, Bilal, Chaka Khan, Doug E. Fresh, Jessie J, Judith Hill, Mayte Garcia, Morris Day and The Time, Tori Kelly und Stevie Wonder auftraten.[272]

https://de.wikipedia.org/wiki/Prince

Muhammad Ali

Muhammad Ali (1967)Foto: gemeinfrei

„Die größte Boxerlegende aller Zeiten, Muhammad Ali, starb am 3. Juni in Phoenix. Der US-Amerikaner wurde 74 Jahre alt. 1981 hatte er seine Karriere als Profiboxer beendet und war seit 1984 an Parkinson erkrankt. Die ganze Welt nahm Anteil am Tod des Ausnahmesportlers. US-Präsident Barack Obama stellte ihn in eine Reihe mit Bürgerrechtlern wie Martin Luther King und Nelson Mandela. Im Jahr 1999 war Muhammad Ali vom Internationalen Olympischen Komitee zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt worden.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Muhammad Ali (* 17. Januar1942 in Louisville, Kentucky als Cassius Marcellus Clay Jr.; † 3. Juni2016 in Scottsdale[1], Arizona) war ein US-amerikanischerBoxer und der einzige, der den Titel Unumstrittener Boxweltmeister dreimal in seiner Karriere gewinnen konnte. Er gehörte zu den bedeutendsten Schwergewichtsboxern und herausragenden Athleten des 20. Jahrhunderts und wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt.[2] Der Rumble in the Jungle gegen George Foreman und die Kämpfe Fight of the Century und Thrilla in Manila gegen Joe Frazier gelten als Klassiker unter den Schwergewichtskämpfen.

Auch außerhalb des Boxrings sorgte Ali für Schlagzeilen. So lehnte er öffentlich den Vietnamkrieg ab, verweigerte den Wehrdienst, unterstützte die Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner und trat der Nation of Islam bei.

https://de.wikipedia.org/wiki/Muhammad_Ali

Afrikareisen und Wehrdienstverweigerung

Alis Karriere erlaubte ihm, im Mai 1964 eine Reise durch Ägypten, Nigeria und Ghana zu unternehmen und dort auch Politiker wie Kwame Nkrumah zu treffen.

1964 wurde Ali von der US-Armee als für den Wehrdienst untauglich eingestuft. Diese Einstufung wurde jedoch später revidiert und Ali hätte den Militärdienst antreten müssen, der ihn wahrscheinlich in den Vietnamkrieg geführt hätte. Doch Ali lehnte den Dienst an der Waffe ab, was in den USA als Straftat galt, da es das Recht der Wehrdienstverweigerung in den Vereinigten Staaten nicht gab. Daraufhin wurde er durch den Entzug seiner Boxlizenz mit einem Kampfverbot für die USA belegt.

Im Auftrag von Jimmy Carter besuchte er 1980 Afrika, um dort nach dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan für einen Boykott der Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau zu werben.[21]

Götz George

Foto: Manfred Werner – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

„Seine Rolle als „Schimi“, also Kommissar Horst Schimanski im Duisburger Tatort, bleibt unvergessen: Götz George starb am 19. Juni im Alter von 77 Jahren. Doch Schimanski ist nur eine der vielen großen Rollen, die der gebürtige Berliner verkörperte. Er zählte zu Deutschlands besten Schauspielern, spielte Charmeure, Bösewichte, die Ernsten und die Psychopathen. „Redlich mit Menschen umzugehen ist wichtig“, sagte er 2013. „Ich will am Ende meines Lebens redlich dastehen und niemanden vor den Kopf gestoßen oder über den Tisch gezogen oder denunziert haben.“ „

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Soziales Engagement

Ab 2010 engagierte sich Götz George für die Deutsche Krebshilfe sowie der Bekämpfung von Krebskrankheiten und wirkte unentgeltlich an dem Benefiz-Projekt „Rainer Wahnsinn“ mit.[14] Außerdem nahm er an einer Kampagne des Weißen Rings teil.

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_George

Bud Spencer

Foto: Von Michel Buchmann – Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0

„Eigentlich hieß er Carlo Pedersoli – mit seinem Künstlernamen Bud Spencer wollte er an den von ihm verehrten amerikanischen Schauspieler Spencer Tracy erinnern – und an sein damaliges Lieblingsbier Budweiser. Am 28. Juni gab die Familie des italienischen Schauspielers seinen Tod bekannt. Bud Spencer wurde 86 Jahre alt.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Rupert Neudeck

Foto: Axel Peiss, CC BY-SA 3.0 de

„Der Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur, Rupert Neudeck, starb am 31. Juni im Alter von 77 Jahren. Der gebürtige Danziger hatte 1979 mit Unterstützung des Schriftstellers Heinrich Böll das Komitee „Ein Schiff für Vietnam“ gegründet, das bis 1982 mehr als 11.000 „boat people“ im Chinesischen Meer rettete. Daraus ging 1982 das Komitee Cap Anamur/Deutsche Notärzte hervor. Neudeck erhielt – teilweise zusammen mit seiner Frau Christel – zahlreiche Auszeichnungen, so die Theodor-Heuss-Medaille, den Bruno-Kreisky-Menschenrechtspreis und den Erich-Kästner-Preis.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Leben und Werk

Als Kind musste Neudeck Ende Januar 1945 mit seiner Mutter, seinen drei Brüdern und seiner Schwester aus Danzig-Langfuhr fliehen. Die Flucht sollte mit der Wilhelm Gustloff erfolgen, die die Familie aber am Hafen verfehlte, was ihr das Leben rettete.[2] Seine Kindheit verlebte Neudeck in der westfälischen Stadt Hagen und legte im Jahr 1958 am dortigen Fichte-Gymnasium sein Abitur ab, an dem sein Vater Edmund gleichzeitig als Mathematik- und Physiklehrer tätig war.[3]

Nach seinem Abitur studierte er Philosophie, Germanistik, Soziologie und Katholische Theologie. 1961 brach er das Studium ab und trat dem Jesuitenorden bei. Nach dem Austritt aus dem Orden nahm er das Studium wieder auf und schloss es 1970 ab. 1972 wurde er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit der Arbeit „Politische Ethik bei Jean-Paul Sartre und Albert Camus“ zum Doktor der Philosophie promoviert.

In den Jahren 1969–1971 war er als studentischer Redakteur beim Semesterspiegel tätig. 1971 begann Neudeck als hauptberuflicher Journalist bei der katholischen Funk-Korrespondenz in Köln, 1976 wechselte er dann in den Freien Journalismus. 1977 wurde er Redakteur beim Deutschlandfunk, Abteilung Politisches Feature.[4]

Anlässlich der großen Not vietnamesischer Flüchtlinge im Südchinesischen Meer gründete er zusammen mit seiner Frau Christel Neudeck sowie mit Unterstützung des SchriftstellersHeinrich Böll 1979 das Komitee Ein Schiff für Vietnam. 1982 wurde daraus die HilfsorganisationCap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e.V. Namensgeber war der FrachterCap Anamur, mit dem die Besatzung um Rupert Neudeck insgesamt 10.375 vietnamesische Flüchtlinge, die sogenannten boat people, aufnahm und nach Deutschland brachte. Es folgten zahlreiche weitere Hilfseinsätze mit der Cap Anamur.

„Ich möchte nie mehr feige sein. Cap Anamur ist das schönste Ergebnis des deutschen Verlangens, niemals wieder feige, sondern immer mutig zu sein.“

Rupert Neudeck: Anlässlich des 30. Jubiläums der Organisation zur Motivation seines Handelns

Bis 1998 gehörte er dem Vorstand des Komitees Cap Anamur an, danach wurde er Sprecher der Hilfsorganisation. Im April 2003 wurde er (gemeinsam mit Aiman Mazyek) zum Mitbegründer und Vorsitzenden des internationalen Friedenskorps Grünhelme e.V.[4] Neudeck verstand es als Auftrag, sich in islamischen Ländern zu engagieren, den Islam bekannt zu machen und Ängste vor dem Islam abzubauen. Für ihn bedeutete „islamistisch“ oder „radikalislamisch“ eigentlich etwas Positives: auch die Menschlichkeit, die mit dem Glauben einhergehen muss, ernst zu nehmen. Deshalb die Farbe grün als „Farbe des Islam“, analog zu den Blauhelmen der Vereinten Nationen.[5]

Seit 2002 reiste Neudeck mehrmals nach Israel und in die palästinensischen Autonomiegebiete, um sich, wie er mitteilte, über die israelischen Sperranlagen und die Lage der Palästinenser vor Ort kundig zu machen. Mit der daraus erwachsenen Veröffentlichung Ich will nicht mehr schweigen. Recht und Gerechtigkeit in Palästina wollte er nach eigenem Bekunden gegen die von ihm angeklagten israelischen Menschenrechtsverletzungen, eine neue „Apartheid“ und das „Monstrum Mauer“ protestieren und lehnte mit Warnungen vor einer „Freundschaftsfalle Israel“ auch die bisherige militärische Unterstützung Israels durch die Bundesrepublik ab. Dies stieß auf teils deutliche Kritik.[6]

Foto: I, Dontworry, CC BY-SA 3.0

 Rupert Neudeck, 2007

Im Juni 2010 kritisierte Neudeck das Vorgehen Israels bezüglich des Erteilens von Baugenehmigungen und Hauszerstörungen im Westjordanland. Anlass war der Abrissbescheid eines von der Organisation Grünhelme gebauten und in Deutschland bekannt gewordenen Berufsausbildungszentrums zwischen Bethlehem und Hebron. Laut Neudeck ist es für Palästinenser in diesem Gebiet (Zone C, die ca. 60 % des Westjordanlandes umfasst) in der Regel nicht möglich, eine Baugenehmigung zu erhalten, während sich die jüdischen Siedlungen rund um das betreffende Gelände weiter ausbreiteten.[7]

Rupert Neudeck war Beiratsmitglied der Gesellschaft für bedrohte Völker[8], zusammen mit seiner Frau Christel Kuratoriumsmitglied der Gesellschaft Freunde Abrahams und offizieller Unterstützer der Demonstration Freiheit statt Angst.[9]

Neudeck starb am 31. Mai 2016 an den Folgen einer Herzoperation.[10]

https://de.wikipedia.org/wiki/Rupert_Neudeck

Elie Wiesel

Foto: David Shankbone – Eigenes Werk, CC BY 3.0

„Er galt als das „Gewissen der Welt“: Der Schritsteller, Holocaust-Überlebende und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel starb am 2. Juli im Alter von 97 Jahren. Insgesamt hat Wiesel mehr als 40 Romane, Essays und Theaterstücke geschrieben. Er gründete eine nach ihm benannte Stiftung, deren Ziel es ist, durch Dialog und Jugendarbeit Gleichgültigkeit, Intoleranz und Ungerechtigkeit zu bekämpfen.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Leben und Werk

Wiesel wurde 1928 im Sighetu Marmației als Sohn des rumänisch-jüdischen Kaufmanns Shlomo Wiesel und dessen Frau Sarah, geb. Feig, geboren. Sein Großvater mütterlicherseits, Reb Dodye Feig, war ein tief religiöser Chassid. Wiesel wuchs in einem stark von orthodoxenJuden beeinflussten Umfeld auf. Er besuchte die Schule in seinem Heimatort und wurde 1944, unter ungarischer Herrschaft, von den deutschen Nationalsozialisten gemeinsam mit seiner Familie in das Stammlager des Konzentrationslagers Auschwitzdeportiert. Nach drei Wochen wurde er mit seinem Vater in das Lager Auschwitz-Monowitz verlegt. Später kam er in das Konzentrationslager Buchenwald, aus dem er am 11. April 1945 von amerikanischen Truppen befreit wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging Wiesel nach Straßburg und lernte Französisch. Von dort ging er zum Studium an die Sorbonne in Paris. Neben anderen Einflüssen spiegelt Wiesels Denken auch sein eingehendes jahrzehntelanges Talmudstudium, unter anderem bei den RabbinernMordechai Schuschani (Paris) und Saul Lieberman (New York), wider.

https://de.wikipedia.org/wiki/Elie_Wiesel

Hilmar Thate

Foto: Von Edmond Frederik – Selbst fotografiert, CC BY-SA 2.0 de
 Hilmar Thate (2006)

Er war ein Star auf der Theaterbühne und im Film: Der Schauspieler Hilmar Thate starb am 14. September 85-jährig. 1980 hatte er mit seiner Frau Angelica Domröse die DDR verlassen.

„Thate hatte von Anfang der 1950er bis Ende der 1970er Jahre das Theater der DDR mit Rollen in Stücken von Brecht oder Shakespeare geprägt, zudem war er ein wichtiger Darsteller in Filmen von Kurt Maetzig und Konrad Wolf. Nach seinem Protest gegen die Ausweisung von Wolf Biermann wurde er aber kaum noch besetzt, woraufhin er die DDR 1980 mit Angelica Domröse verließ. Eine zweite Karriere begann Thate im Theater der BRD sowie in Filmen von Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff. “ […]

Protest gegen Biermanns Ausbürgerung

„Dann schob das SED-Regime Thate und Domröse aufs künstlerische Abstellgleis. Grund war die spektakuläre Protesterklärung von zahlreichen DDR-Künstlern gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann 1976, die auch die beiden unterzeichnet hatten. „Ich bereue im Nachhinein nicht eine Sekunde, diese Unterschrift geleistet und nicht zurückgenommen zu haben“, sagte Thate. Doch der Druck wurde zu groß: Das Ehepaar stellte einen Ausreiseantrag und siedelte 1980 in den Westen über.“

http://www.zeit.de/kultur/film/2016-09/hilmar-thate-schauspieler-ddr-gestorben

Der Sohn eines Lokomotivschlossers und einer Hausfrau wuchs in Halle (Saale) auf, wo er bis zur 10. Klasse die Franckeschen Stiftungen besuchte. Bereits als Schüler einer Laienschauspielgruppe angehörend, folgte für Hilmar Thate eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Hochschule für Theater und Musik in seiner Heimatstadt, die er 1949 mit dem Staatsexamen abschloss.[1] Er begann seine Theaterlaufbahn im selben Jahr am Stadttheater Cottbus. 1951 gelangte er an das Theater der Freundschaft in Berlin, das heutige Theater an der Parkaue, anschließend an das Maxim-Gorki-Theater in Berlin und 1959 an das Berliner Ensemble. Dort blieb er bis zum Tode der Intendantin Helene Weigel 1971 und wechselte danach an das Deutsche Theater, dem er bis 1980 angehörte. Thate wurde in der DDR zweimal zum Theaterschauspieler des Jahres gewählt: 1967 für seine Darstellung des Galy Gay in Mann ist Mann von Bertolt Brecht und danach, bereits am Deutschen Theater, für seine Verkörperung von ShakespearesRichard III..

Nach der Ausweisung von Wolf Biermann wurde Thate, der zu den Unterzeichnern der Protestpetition gehörte, ab 1976 in seiner Tätigkeit als Schauspieler in der DDR erheblich behindert, sodass er beschloss, das Land zu verlassen. Ab 1980 lebte er mit Angelica Domröse in West-Berlin, und beide waren unter der Intendanz von Boy Gobert an den Staatlichen Schauspielbühnen Berlinengagiert.

Hilmar Thate arbeitete später als freier Schauspieler vorwiegend am Theater. Seine bekanntesten Rollen hatte er in Peter Zadeks Inszenierung von Jeder stirbt für sich allein am Schillertheater und, inszeniert von George Tabori, in Gaston Salvatores Stück Stalin in Wien, wo er 1987 gemeinsam mit Angelica Domröse engagiert war. Beide standen auch zusammen in einer Inszenierung von Edward AlbeesWer hat Angst vor Virginia Woolf? auf der Bühne.

Er war Mitglied der Akademie der Künste der DDR und seit 1993 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Hilmar Thate war seit 1976 in zweiter Ehe mit der Schauspielerin Angelica Domröse verheiratet. Aus erster Ehe ist er Vater eines Sohnes, der Bildhauer ist.

Thate starb im Alter von 85 Jahren in Berlin. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof im Bezirk Mitte.[2][3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Hilmar_Thate

 

Max Mannheimer

Foto:Von ML-Fotos – Eigenes Werk,, CC BY-SA 2.0 de

Max Mannheimer, Rede auf der Befreiungsfeier des KZ Dachau am 5. Mai 2002

Er hat den Holocaust überlebt und kämpfte sein Leben lang gegen das Vergessen. Am 23. September 2016 ist der Mahner und Versöhner Max Mannheimer im Alter von 96 Jahren gestorben.

„Seit mehr als 30 Jahren führte Mannheimer Zeitzeugengespräche, klärte Schüler und Erwachsene über den Holocaust und die anderen Verbrechen des Nationalsozialismus auf. Für sein Wirken wurde er mit vielen Auszeichnungen geehrt, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz.

Mannheimer und seine Familie wurden im Januar 1943 ins Konzentrationslager Theresienstadt und dann nach Auschwitz deportiert. Nachdem Mannheimer 1945 nach jahrelanger KZ-Haft von US-Soldaten in Oberbayern befreit worden war, verließ er Deutschland und wollte das Land der Nazidiktatur nie wieder betreten. Seine Eltern, seine Geschwister und seine Frau waren in Auschwitz ermordet worden. Nur Mannheimer und sein Bruder Edgar überlebten den Holocaust. Sein Menschenbild, sagt Mannheimer, habe sich durch das Erlebte verändert: „Für mich ist eine Welt zusammengebrochen, als ich sah, was in Auschwitz passiert ist“, sagte er im Videointerview mit ZEIT ONLINE. „Das ganze Menschenbild hat sich verändert.“ „

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-09/max-mannheimer-tod-zeitzeuge-holocaust-ueberlebender-kaufmann

Leben

Max Mannheimer entstammt einer deutsch-jüdischen Kaufmannsfamilie aus Mähren.[2] Er wuchs als ältestes der fünf Kinder von Jakob und Margarethe (geb. Gelb) Mannheimer in Neutitschein in der Tschechoslowakei auf.[3] Von 1934 bis 1936 besuchte er die Handelsschule in Neutitschein, in der er auch die ersten Anzeichen des Nationalsozialismus bemerkte.[4] Seine erste Arbeitsstelle erhielt Max Mannheimer 1936 in einem Kaufhaus der Firma J. Schön & Co. in Znoimo-Starý Šaldorf/Znaim-Alt-Schallersdorf.[5]

Nach dem Anschluss Österreichs im März 1938 nahm die Familie Mannheimer in dem grenznahen Ort geflohene österreichische Juden jeweils für eine Nacht in ihrem Haus auf, bevor sie weiter ins Landesinnere reisten.[6] Mit dem Münchener Abkommen im September 1938 wurde Neutitschein als Teil des Reichsgaus Sudetenland an das Deutsche Reich angegliedert und die Familie erlebte erste Ausgrenzungen im Ort. Das Firmenauto Jakob Mannheimers wurde wenige Tage später von einem Angestellten des Geschäfts für die NS-Volkswohlfahrt beschlagnahmt.[7] Der Vater wurde im Zuge der Verhaftungsaktionen während der Novemberpogrome 1938 inhaftiert und im Dezember 1938 wieder freigelassen. Er musste innerhalb von acht Tagen den vom Deutschen Reich besetzten Teil des Landes verlassen und floh nach Ungarisch Brod, dem Geburtsort der Mutter. Die restliche Familie folgte am 27. Januar 1939.[8] Nach der Zerschlagung der Tschechoslowakei im März 1939 nahm Max Mannheimer im Sommer 1939 eine Arbeit im Straßenbau an, da es Juden nur erlaubt war, körperliche Arbeit auszuüben. Ende 1940 lernte er Eva Bock kennen. In der Hoffnung, dadurch bei der drohenden Deportation nach Theresienstadt zusammen bleiben zu können, heirateten die beiden im September 1942. Mannheimers Bruder Erich wurde 1942 verhaftet und kam in das für seine Foltermethoden berüchtigte Gestapogefängnis Kaunitz-College in Brünn.[9]

Am 27. Januar 1943 wurden Mannheimer und seine Frau Eva, seine Eltern Jakob und Margarethe sowie seine Geschwister Käthe, Ernst und Edgar in das Konzentrationslager „Ghetto Theresienstadt“ deportiert[10] und kurz darauf ins KZ Auschwitz-Birkenau weitertransportiert, wo sie in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 1943 ankamen. Nach der Ankunft wurden seine Eltern, seine Frau und seine Schwester von der SS vermutlich als arbeitsunfähig „aussortiert“. Beide Eltern wurden noch am 2. Februar 1943 in der Gaskammer ermordet,[11] seine Schwester am 25. Februar 1943 ermordet.[12] Ernst erkrankte im Lager und wurde am 7. März trotz Eingaben der Brüder Max und Edgar beim Blockschreiber ermordet.[13]

Max und Edgar Mannheimer wurden im Oktober 1943 in das Konzentrationslager Warschau transportiert, nachdem sie im KZ Auschwitz schwere Zwangsarbeit und Krankheit erlitten hatten. Die Brüder wurden gezwungen, in Warschau die Reste des nach dem Aufstand zerstörten Warschauer Ghettos zu beseitigen. Im Warschauer Konzentrationslager lernte Max Mannheimer Ernest Landau kennen, der ihm etwas von seiner Suppe abgab. Die beiden Brüder Max und Edgar überlebten im August 1944 den Transport in das KZ Dachau, in dem viele politische Gefangene wie Kommunisten, Sozialdemokraten und Gewerkschaftler inhaftiert waren.[14] Von dort wurden sie wenig später in das Außenlager Karlsfeld zur Zwangsarbeit verlegt. Von Januar 1945 bis zur Räumung des Lagers durch die SS am 28. April 1945 waren die Brüder im Außenkommando Mühldorf. Die folgende sogenannte „Evakuierung“ überlebten Max und Edgar Mannheimer abgemagert und an Typhus erkrankt bis zu ihrer Befreiung durch die Amerikaner am 30. April 1945 in Tutzing.[15]

Nach seiner Entlassung aus dem Lazarett kehrte er in seinen Heimatort Neutitschein zurück. Er schwor sich, nie wieder deutschen Boden zu betreten. Kurz darauf aber verliebte er sich in die Deutsche Elfriede Eiselt, eine Widerstandskämpferin, die seine zweite Frau wurde. Sie zogen mit ihrer gemeinsamen Tochter Eva 1946 nach München. Bis 1964 engagierte sich Max Mannheimer in unterschiedlichen jüdischen Hilfsorganisationen. Als seine zweite Frau 1964 an Krebs starb, schrieb Mannheimer seine Lebensgeschichte auf. Ursprünglich sollte den Text nur seine Tochter sehen. Mit seiner dritten Frau, der Amerikanerin Grace Franzen geb. Cheney, die er 1965 heiratete, bekam er seinen Sohn Ernst. Mannheimer arbeitete in München als Kaufmann, zuletzt bis zu seinem Ruhestand als Geschäftsführer eines Lederwarenhandels.

Mannheimer begann in den 1950er Jahren zu malen und signierte mit dem Namen ben jakov (Sohn Jakobs), um seinen Vater zu ehren.[16] 1975, 1995, 2001 und 2015 wurden seine Werke in München ausgestellt, 1977 in Zürich, 1992 in seiner Geburtsstadt Nový Jičín sowie 2000 und 2010 in Dachau. Im Katalog der Ausstellung von 2010 heißt es über Mannheimer: Er male für sich selbst, um des Akts der Entstehung der Bilder. Die Werke „sind auch Bilder eines Weges aus Schmerz und Depression“.[17]

Im Dezember 1993 starb sein Bruder Edgar Mannheimer in Zürich, wo er als Galerist lebte. Max Mannheimer wohnte in der Nähe von München.

Am 23. September 2016 starb Max Mannheimer im Alter von 96 Jahren und wurde auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in der Garchinger Straße in München beigesetzt.[18]

Erinnern an den Holocaust

Im Januar 1956 wirkte Mannheimer an einem Projekt der Wiener Library in London mit und berichtete von seinem Erleben im Nationalsozialismus. Transkripte des Interviews sind in der Bibliothek in London, in Yad Vashem in Jerusalem und im Archiv der Gedenkstätte KZ Dachau abgelegt. 1976 gelangten die Aufzeichnungen von 1964 in das Archiv in Dachau, wo sie im Frühjahr 1985 gefunden wurden, als die erste Ausgabe der Dachauer Hefte vorbereitet wurde. Die damalige Leiterin der Gedenkstätte Barbara Distel und der Historiker Wolfgang Benz, damals am Münchner Institut für Zeitgeschichte tätig, suchten Mannheimer auf und baten ihn, den Text für die erste Ausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift freizugeben. Mit der Veröffentlichung 1985[19] (2000 vollständig unter dem Titel Spätes Tagebuch erschienen) wurde Mannheimer als Zeitzeuge bedeutend. Er setzte sich für Demokratie und gegen Rechtsextremismus ein.

1986 lud der evangelische Pfarrer Waldemar Pisarski Mannheimer ein, in der Versöhnungskirche Dachau aus seinem Leben zu berichten. Das war der Beginn der Vortragstätigkeit Mannheimers über seine Erfahrungen im KZ, mit denen er Jugendliche wie Erwachsene (z. B. in Schulen und bei der Bundeswehr) über die Schrecken des Dritten Reiches und der Konzentrationslager aufklären und eine Wiederholung verhindern wollte.[20] Mannheimer über seine Vorträge: „Ich komme als Zeuge jener Zeit in die Schulen, nicht als Richter oder Ankläger.“[21]

Ab 1988 war Mannheimer Vorsitzender der Lagergemeinschaft Dachau.[15] Weiterhin war er Mitglied im Beirat der Vereinigung Gegen Vergessen – Für Demokratie.

Am 20. August 2013 folgte Bundeskanzlerin Angela Merkel einer Einladung Max Mannheimers, die KZ-Gedenkstätte Dachau zu besuchen, was noch keiner ihrer Amtsvorgänger getan hatte.[22]

Am 27. Januar 2015 hielt Mannheimer im Bayerischen Landtag die Gedenkrede zum 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz.[23] Bei der Feier seines 95. Geburtstags am 8. Februar 2015 empfing er zusammen mit der Leiterin Gabriele Hammermann den damaligen US-Vizepräsidenten Joe Biden bei dessen Privatbesuch der KZ-Gedenkstätte.[24]

Mannheimer war seit Herbst 1946 Mitglied der SPD.[25] Seine Frau Elfriede, ebenfalls SPD-Mitglied,[2] gehörte von 1952 bis 1960 dem Münchner Stadtrat an.[14] Über seine Frau hatte er Kontakt mit vielen sudetendeutschen Sozialdemokraten.[2] Ein Zeitungsporträt strich heraus, dass er nach Kriegsende anfangs fast ausschließlich mit Juden und Sozialdemokraten verkehrte.[26] Dem ehemaligen Münchner Oberbürgermeister Hans-Jochen Vogel (SPD) war er beispielsweise seit Jahren freundschaftlich verbunden.[27] 1995 begleitete er den damaligen SPD-Vorsitzenden Rudolf Scharping auf dessen Wunsch hin nach Israel.[14]

https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Mannheimer

Foto: Von Freud – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

Max Mannheimer (2014)

Manfred Krug

Foto: Von Bundesarchiv, Bild 183-K0622-0001-001 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de

„Manfred Krug in seiner Paraderolle als Anwalt Liebling Kreuzberg. Er starb am 21. Oktober im Alter von 79 Jahren. In etwa 40 Filmen, 20 Fernsehspielen und vielen Shows hatte Krug in der ehemaligen DDR mitgewirkt – dann setzte seine Unterschrift unter die Protestresolution gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann seiner Karriere dort ein Ende. Im April 1977 beantragte Krug die Ausreise und übersiedelte noch im selben Jahr mit seiner Familie nach Westberlin. Im Westen setzte er seine Karriere fort: Als Fernfahrer in der Serie „Auf Achse“, als Kommissar Stoever im „Tatort“ und als Anwalt in „Liebling Kreuzberg“.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Berufsverbot und Ausreiseantrag

Ende 1976 erhielt Krug ein Teilberufsverbot, weil er das Protestschreiben gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterzeichnet hatte.[3] Zudem wurde Krug von einem Stasi-Spitzel diffamiert, wofür ihn Krug mit Ohrfeigen bedachte.[4]

Am 19. April 1977 stellte er nach sechsmonatiger Arbeitslosigkeit einen Ausreiseantrag,[5] der schließlich genehmigt wurde, sodass er Ost-Berlin am 20. Juni 1977 verlassen konnte. In seinem privaten Umfeld war er bis zur Ausreise von der Staatssicherheit beschattet worden.

Die Dokumentation der damaligen Geschehnisse veröffentlichte Krug zwanzig Jahre später in seinem Bestseller Abgehauen. Er zeichnete eine schonungslose Darstellung des Alltags nicht ganz linientreuer DDR-Bürger. Das Buch wurde 1998 unter der Regie von Frank Beyer unter demselben Titel verfilmt, Manfred Krug wurde von Peter Lohmeyer verkörpert.[6] Der erste Teil ist die Abschrift seines heimlichen Tonbandmitschnittes eines Streitgesprächs über das Wiedereinreiseverbot gegenüber Biermann in seinem Haus zwischen den drei hochrangigen DDR-Funktionären Werner Lamberz, dem Chef der Agitations- und Propagandaabteilung des Politbüros, dessen Mitarbeiter Karl Sensberg, dem Intendanten des Fernsehens der DDR Heinz Adameck und zwölf Schriftstellern und Schauspielern der DDR: Stefan Heym, Jurek Becker, Christa Wolf, Hilmar Thate, Klaus Schlesinger, Jutta Hoffmann, Dieter Schubert, Ulrich Plenzdorf, Heiner Müller, Frank Beyer und Angelica Domröse. Der zweite Teil des Buches besteht aus Tagebucheinträgen Krugs ab dem Zeitpunkt, da er seinen Ausreiseantrag gestellt hatte, bis zur Übersiedlung nach Westdeutschland. Der dritte Teil ist die Wiedergabe eines Protokolls seines Nachbarn, der ihn als informeller Mitarbeiter der Stasi bespitzelt hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Krug

Leonard Cohen

Foto: Gorupdebesanez – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0

„Mit ihm verließ ein großer Dichter und Poet die Bühne: Leonard Cohen. Der Musiker war ein Minimalist: Nur die Gitarre und diese Stimme – mehr brauchte es nicht. Sein Gesang transportierte Weltschmerz, Sarkasmus und eine gehörige Portion Sex. Im Alter von 82 Jahren starb er am 7. November in Los Angeles.“

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

Krankheit und Tod

Cohen wurde bereits als Schüler als ruhige, doch selbstbewusste, natürliche Führungspersönlichkeit beschrieben. Dennoch wurde er von heftigem Lampenfieber gequält. Er kämpfte sein Leben lang mit Depressionen. „Wenn ich von Depressionen spreche, spreche ich von klinischen Depressionen, die der Hintergrund meines ganzen Lebens sind, ein Hintergrund voller Angst und Beklemmung, einem Gefühl, dass nichts richtig läuft, dass Zufriedenheit nicht möglich ist und alle Strategien in sich zusammenfallen.“[31] Er probierte diverse Mittel aus, um die Depressionen zu besiegen und war jahrzehntelang starker Raucher. Sein fünfjähriger Rückzug in ein buddhistisches Kloster führte nach eigenen Aussagen über Gedankenkontrolle („mind control“) zu einer gewissen Linderung.

Cohen starb am 7. November 2016 in seinem Haus in Los Angeles im Alter von 82 Jahren an den Folgen eines Sturzes.[32][33][34] Noch vor Bekanntgabe seines Todes wurde er am Abend des 10. November 2016 (Ortszeit) in der Familiengrabstätte in Montreal auf dem jüdisch-orthodoxenFriedhof „Shaar Hashomayim Cemetery“ beigesetzt.[35]

Zur Ehrung des Künstlers wurden die Staatsflaggen in Montreal auf Halbmast gesetzt.[36]

https://de.wikipedia.org/wiki/Leonard_Cohen

 

Anmerkung:

sämtliche Texte und Inhalte sind übernommen.

Textquellen:

http://www1.wdr.de/radio/wdr2/aktuell/totensonntag-verstorbene-persoenlichkeiten-100.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

http://www.zeit.de/kultur/film/2016-09/hilmar-thate-schauspieler-ddr-gestorben

http://www.zeit.de/kultur/musik/2016-01/pierre-boulez-tot-dirigent-komponist

Bildquellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

http://www.zeit.de/kultur/musik/2016-01/pierre-boulez-tot-dirigent-komponist

 

Weitere dieses Jahr verstorbene Persönlichkeiten:

George Martin, Guido Westerwelle, Garry Marshall, Walter Scheel

 

Nachwort

Totensonntag 2016 Größen, die von uns gegangen sind…..

 

…. Da fallen mir zuerst die vielen namenlosen Helfer, Retter, Journalisten, Menschen ein, die unschuldig im Krieg und in der Sache für Aufklärung und Gerechtigkeit einen gewaltsamen Tod gestorben sind.
Dass sie mir zuerst einfallen, ist keine Frage der Bewertung der Persönlichkeit.
Aber um diese Personengruppe mischt sich bei mir die Trauer mit dem Entsetzen, dass all das auch 2016 noch zugelassen wird.

Wenn ein Mensch ein erfülltes Leben hatte, so darf der Weg auf dieser Erde auch einmal beendet sein.
Damit streite ich niemanden die Trauer und das Gedenken um diese Personen ab.

Doch all die unschuldigen Opfer von Gewalt gehören hier mindestens in gleichem Atemzug gewürdigt.

Kommentar einer Leserin, dem wir uns anschließen.

 

 

Share

Page with Comments

    1. Nennen Sie uns welche. Der Artikel wird ständig erweitert. Nun ist es einmal so, dass dieses Jahr außergewöhnlich viele namhafte ‚Männer‘ gestorben sind.

  1. Mit Maurice White, dem Gründer von Earth, Wind&Fire ist noch ein ganz Großen von uns gegangen. Ohne denihn hätte es viele es viele der oben genannten in dieser Form nicht gegeben. R.I.P

  2. (so wars gedacht)
    Mit Maurice White, dem Gründer von Earth, Wind&Fire ist noch ein ganz großer von uns gegangen.
    Ohne ihn hätte es viele der oben genannten in dieser Form nicht gegeben. R.I.P.

      1. am Totensonntag gedenken wir aller, die im zu Ende gehenden Kirchenjahr verstorben sind. Ein Kirchenjahr geht vom 1. Advent bis zum Totensonntag. Ende Dezember 2015 zählt also dazu…

  3. Frauen, da fallen mir gerade gleich vier ein. Maja Maranow, Miriam Pielhau, Hendrikje Fitz und Erika Berger sind in diesem Jahr verstorben. Finde sie sind auch hier erwähnenswert.

  4. Unter den „Musikern“ fehlen mir noch Keith Emerson (Emerson, Lake & Palmer), George Martin (Produzent der Beatles), Toots Thielemans (Jazz-Mundharmonika-Spieler), sowie Nicolaus Harnoncourt und Neville Mariner (Dirigenten)

    Erwähnenswert m. E. auch Boutros Boutros-Ghali (UNO-Generalsekretär) , Uwe Friedrichsen (Schauspieler), Rudi Altig (Rad-Weltmeister), Gene Wilder (Schauspieler), Jörg Zink (Theologe), Tamme Hanken (Tierheilpraktiker), Dario Fo (Theaterautor und -regisseur), Bhumibol Adulyadej (70 Jahre lang König von Thailand), Oleg Popov (Clown), …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.